Zeittafel zur Geschichte Pfaffenhofens

Pfaffenhofen ist eine alte, aber zugleich auch moderne Stadt. In einem chronologischen Abriss erfahren Sie hier mehr über die Geschichte Pfaffenhofens, angefangen von der ersten urkundlichen Erwähnung 1197 über die turbulente Friedhofsverlagerung Ende des 18. Jahrhunderts bis hin zu der Auszeichnung als „Lebenswerteste Stadt der Welt“ im Jahr 2011.

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Frühzeit:

  • Erste Siedlungsspuren aus der frühen Bronzezeit (etwa 2000 bis 1600 v. Chr.), zwischen Pfaffenhofen und Niederscheyern (Gefäßkeramik, Pfostengruben der ehemaligen Häuser, Hüttenlehm)
  • Grabhügel in Waldgebieten nördlich von Pfaffenhofen, Viereckschanzen im Umland deuten auf eine keltische Besiedelung hin (etwa 800 bis 450 v. Chr.)
  • Beginn der Siedlungsgeschichte im 9. Jahrhundert. Mönche des einstigen Benediktinerklosters Ilmmünster errichten die „Pfaffenhöfe" bei Altenstadt im jetzigen Norden der Stadt.

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Mittelalter:

  • 1197: Erste urkundliche Nennung des Marktes zu Pfaffenhofen
  • 1333: Ältestes nachgewiesenes Siegel von Pfaffenhofen
  • 1347: Verleihung des Münchener Stadtrechtsbuches durch Ludwig IV. den Bayern
  • 1388: Großbrand und Zerstörung Pfaffenhofens samt Kirche und Burg im Rahmen des großen Städtekrieges zwischen München und Ingolstadt
  • 1396: Fürstenhochzeit in Pfaffenhofen – Ernst, Sohn von Herzog Johann, heiratet Elisabeth, Tochter des Herzogs Barnabon von Mailand aus dem Hause Visconti.
  • 1412: Erwähnung des ersten Bürgermeisters, Heinrich der Pröchsel
  • 1438: Erste Erwähnung der Stadt Pfaffenhofen in einer Urkunde des Chorherrenstifts Ilmmünster. Die Stadt wird durch eine Stadtmauer mit 17 Türmen und vier gesicherten Toren geschützt.

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Frühe Neuzeit bis 18. Jahrhundert:

  • 1561: Erste Straßenpflasterung im Stadtgebiet
  • 1632 – 1634: Der 30-jährige Krieg hinterlässt eine Spur der Verwüstung. Die Kriegshandlungen und eine verheerende Pestepidemie reduzieren die Einwohnerzahl erheblich.
  • um 1720/1725: Flurbuch und Burgfriedensbeschreibung des Andreas Mörter
  • 1745: Schlacht bei Pfaffenhofen im Rahmen des Österreichischen Erbfolgekriegs, Sieg der Österreicher über eine bayerisch-französische Armee
  • 1780: Pfaffenhofen hat 1.281 Einwohner.
  • 1796: Waffenstillstand von Pfaffenhofen nach der Schlacht am Kastlberg zwischen Franzosen und Österreichern
  • 1798: Friedhofsverlegung von Pfaffenhofen nach Altenstadt (im Norden des Stadtzentrums)

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19. Jahrhundert:

  • 1802: Säkularisation in Bayern. Das Franziskanerkloster wird geschlossen, die Stadt nutzt die Gebäude als neues Spital.
  • 1803: Das bisherige Rathaus fällt im Zuge der Säkularisation an den Staat und wird Rentamt, die Stadtverwaltung befindet sich jetzt am Hauptplatz 29 („Alte Post").
  • 1807: Die vier Stadttore werden versteigert, die Stadtmauer wird verkauft, das Münchener Tor und das Ingolstädter Tor werden abgebrochen.
  • 1808: Bildung der Stadtgemeinde Pfaffenhofen
  • 1812: Neues Wappen für Pfaffenhofen; Der „Pfaffe" wird durch einen „kräftig blauen Schild mit drei goldenen Sparren", dem Symbol der Wittelsbacher (ursprünglich die Grafen von Scheyern) ersetzt.
  • 1833: Einweihung des Marienbrunnens in der Frauenstraße
  • 1846: Einführung der Armen Schulschwestern, die Bildungs- und Erziehungsaufgaben übernehmen
  • 1855: Pfaffenhofen hat 2.092 Einwohner.
  • 1859 – 1862: Bau eines neuen Krankenhauses an der Ingolstädter Straße
  • 1862: Gründung des Männer-Turnvereins (MTV Pfaffenhofen)
  • 1862: Die Generalversammlung des MTV beschließt, sich beim „Magistrat der Königlichen Stadt" um die Durchführung des Löschwesens zu bewerben. Der Magistrat ist mit der Einrichtung einer sogenannten „Turner-Feuerwehr" einverstanden – die Geburtsstunde der Freiwilligen Feuerwehr Pfaffenhofen.
  • 1863: Einweihung der Mariensäule auf dem Hauptplatz
  • 1865 – 1867: Bau der Eisenbahnlinie München – Ingolstadt
  • 1868: Eröffnung des neuen Rathauses am unteren Hauptplatz
  • 1876: Grundsteinlegung für ein neues Schulhaus am oberen Hauptplatz, das heutige Haus der Begegnung
  • 1895: Naturheil-Pfarrer Sebastian Kneipp hält eine Festpredigt anlässlich der Primiz des Pfaffenhofeners Anton Strasser
  • 1898: Feierliche Eröffnung der neuen Knabenschule (Joseph-Maria-Lutz-Schule)
  • 1899: Die elektrische Beleuchtung hält in Pfaffenhofen Einzug.
  • 1899: Die erste öffentliche Telefonanstalt nimmt mit 10 Anschlüssen ihren Betrieb auf.

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20. Jahrhundert:

  • 1905: Pfaffenhofen hat 4.148 Einwohner.
  • 1925 – 1926: Bau der evangelischen Kirche in der Moosburger Straße
  • 1961: Pfaffenhofen hat 8.642 Einwohner.
  • 1966 – 1968: Bau des Schulzentrums am Gerolsbach
  • 1969 – 1971: Bau des Landratsamtsgebäudes am Hauptplatz
  • 1972: Gebietsreform mit Eingemeindung von elf ehemals selbstständigen Gemeinden, Pfaffenhofen hat jetzt 13.362 Einwohner.
  • 1972 – 1974: Neubau des Gymnasiums, Einweihung 1976
  • 1974: Eröffnung des Eisstadions (Kunsteisbahn)
  • 1978: Eingliederung der Gemeinde Niederscheyern
  • 1981: Eröffnung der Trabrennbahn
  • 1992: Pfaffenhofen überschreitet die 20.000-Einwohner-Grenze.
  • 2001: Inbetriebnahme des Biomasse-Heizkraftwerkes, Pfaffenhofen erfüllt als erste Stadt in Deutschland die Vorgaben des Kyoto-Protokolls (Verpflichtung zu Reduktion von Treibhausgasen)
  • 2010: Eröffnung des neugestalteten und verkehrsberuhigten Hauptplatzes
  • 2011: Pfaffenhofen wird von den Vereinten Nationen mit dem „LivCom Award" als „Lebenswerteste Stadt der Welt" ausgezeichnet.
  • 2013: Der Stadt Pfaffenhofen wird der Deutsche Nachhaltigkeitspreis in Düsseldorf verliehen

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