Die letzte Hinrichtung in Pfaffenhofen (heute Parkplatz an der Straßenkreuzung Moosburger Straße/Am Rain)

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts versetzte ein Mann die Bevölkerung in Aufruhr und Schrecken. An mehreren Orten im Landgericht Pfaffenhofen brannten nachts Schulgebäude und Pfarrhöfe, unter anderem jener in Rohr mit der kostbaren Bibliothek und Sammlung des Pfarrers Anton Nagel. Jahrelang konnte der Übeltäter nicht gefasst werden. Erst im Jahr 1807 gelang seine Festnahme: Der Täter war der um das Jahr 1800 von der Oberpfalz eingewanderte Franz Xaver Dobmayr, der in Eckersberg ein kleines Gütl erbaut und sich dort mit seiner Familie niedergelassen hatte. Als Motiv für seine schrecklichen Vergehen gab er einen „unbändigen Hass" auf Obrigkeiten an, weshalb deren Gebäude zum Objekt seiner Straftaten wurden. Der Brandstifter wurde zum Tod durch das Schwert verurteilt und am 27. Juni 1811 in Pfaffenhofen auf der Richtstätte an der Moosburger Straße hingerichtet. Mit seiner Enthauptung endete in Pfaffenhofen dieses blutige Kapitel des bayerischen Strafvollzugs.