Das Feuer von 1388 (Stadtpfarrkirche St. Johannes Baptist)

Wo heute die Stadtpfarrkirche von Pfaffenhofen steht, befanden sich im Frühjahr 1388 nur noch verkohlte Trümmer. Es war die Zeit des bayerischen Städtekrieges, einer zweijährigen Auseinandersetzung zwischen dem Schwäbischen Städtebund und den bayerischen Herzögen.

Auf seinem Weg von Augsburg nach Regensburg hatte am 25. Januar ein Heer des Städtebundes das Städtchen samt Kirche und herzoglicher Burg niedergebrannt. Den Marktort Pfaffenhofen gab es nicht mehr. Doch Herzog Friedrich von Bayern machte sich für einen Wiederaufbau stark: „Wir haben angesehen die großen Schäden und Verderben, die unsere lieben Getreuen, die Bürger zu Pfaffenhofen, genommen haben."

 

Durch zahlreiche Geschenke und Begünstigungen wurden die Bauarbeiten zur Wiedererrichtung der Stadt vorangetrieben. Bereits 1393 stand die Apsis der neuen Kirche. Am 24. Februar 1396 wurde in der neu entstehenden Stadt die Vermählung des Sohnes des Herzogs gefeiert und Pfaffenhofen somit wieder fürstlicher Glanz verliehen.