Stadtgeschichte

Die Entstehungsgeschichte Pfaffenhofens liegt weitgehend im Dunkeln, selbst über die Gründung gibt es unterschiedliche Theorien. Die meisten Heimatforscher gehen davon aus, dass Mönche des einstigen Benediktinerklosters Ilmmünster im 8. Jahrhundert die „Pfaffenhöfe" bei Altenstadt, nördlich des heutigen Stadtzentrums, errichtet haben. Erst vier Jahrhunderte später soll dann Ludwig der Kelheimer etwas weiter südlich, am Zusammenfluss von Ilm und Gerolsbach, den Markt Pfaffenhofen gegründet haben. Urkundlich erwähnt ist Pfaffenhofen erstmals im Jahre 1140. Die Bezeichnung „Markt" findet sich 1197 und ab 1318 ist Pfaffenhofen „Oppidum".

Im Jahre 1388 wird Pfaffenhofen im Städtekrieg fast völlig niedergebrannt. Nach dem Wiederaufbau und der Befestigung mit einer 1,5 Kilometer langen Ringmauer samt vier Stadttoren und 17 Türmen wird Pfaffenhofen 1438 erstmals als Stadt beurkundet.

Der 30-jährige Krieg bringt 1632 die Pest nach Pfaffenhofen. Von 1.800 Einwohnern überleben nur 700 und es dauert 200 Jahre, bis die alte Einwohnerzahl wieder erreicht ist. Große Entwicklungssprünge macht die Stadt durch den Eisenbahnbau (1865 – 67) und die Elektrifizierung zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die Einwohnerzahl ist mittlerweile auf über 4.000 gestiegen.

Fast eine Verdoppelung der Bevölkerung erlebt die Stadt nach dem 2. Weltkrieg durch den Zustrom der Heimatvertriebenen. Den nächsten sprunghaften Anstieg um weitere 5.000 Einwohner bringen die Eingemeindungen im Zuge der Gebietsreform 1971 – 78. Durch viele Zuzüge aus München und dem Norden der Republik sowie seit der Grenzöffnung von 1989 auch aus dem Osten wächst Pfaffenhofen Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre kräftig weiter, und 1992 kann der 20.000. Einwohner begrüßt werden. Ein gebremstes Wachstum folgt, und am 1. Juli 2011 leben erstmals 24.000 Menschen in der Kreisstadt Pfaffenhofen a. d. Ilm.