PAF 3D kurios tour Das Feuer von 1388 Aufruhr der Weiber Ein „unleydtliches Tractament“ Sauftour mit Folgen Wortbruch der Landsknechte Gelage nach dem Galgenneubau Großfeuer am Hauptplatz Berühmtheiten auf der Durchreise Zwieback für die Zwillinge Das Bier geht aus Blutige Brotzeit Führerbesuch in Pfaffenhofen Der größte Ferkelmarkt Bayerns Geburtsstunde der bayerischen SPD Die letzte Hinrichtung in Pfaffenhofen

Nicht nur Sehenswürdigkeiten hat die Stadt Pfaffenhofen zu bieten, auch zahlreiche und historisch belegbare Kuriositäten finden sich in der Stadtgeschichte. Und eben diese teils heiteren, teils gruseligen Geschichten finden Sie hier. Die Markierungen auf der Karte zeigen Ihnen die jeweiligen Schauplätze der Kuriositäten und führen per Klick direkt zu den erläuternden Artikeln, ergänzt durch historische und aktuelle Aufnahmen sowie von einem Audiokommentar.

Lust auf eine geführte Tour? Infos und Buchungen Finden Sie unter Buchungen/Stadtführungen.

Das Feuer von 1388 (Stadtpfarrkirche St. Johannes Baptist)

Wo heute die Stadtpfarrkirche von Pfaffenhofen steht, befanden sich im Frühjahr 1388 nur noch verkohlte Trümmer. Es war die Zeit des bayerischen Städtekrieges, einer zweijährigen Auseinandersetzung zwischen dem Schwäbischen Städtebund und den bayerischen Herzögen.

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Aufruhr der Weiber (Oberer Hauptplatz)

Ursprünglich umgab ein Friedhof die Stadtpfarrkirche von Pfaffenhofen. Als man 1798 aus hygienischen Gründen plante, diesen einzuebnen und die sterblichen Überreste stattdessen im Arme-Leute-Friedhof von Altenstadt (nördlich des heutigen Stadtzentrums) beizusetzen, kam es am 22. August zu einem revolutionsartigen Tumult.

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Ein „unleydtliches Tractament“ (Pfaffelbräu)

In den frühen Morgenstunden des 15. April 1745 begann die Schlacht bei Pfaffenhofen. Die französischen Verbündeten des bayerischen Kurfürsten waren damals gerade dabei, ihr Lager bei der Stadt abzubrechen, als sie von den verfeindeten Österreichern überrascht wurden. Durch das Münchener Tor und den unteren Hauptplatz drangen diese in die Stadt ein, während sich die Franzosen am Friedhof verschanzten.

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Sauftour mit Folgen (heute Spielwaren Daubmeier)

Ein Schlückchen in Ehren kann niemand verwehren – doch was sich Kaplan Johannes Baptist Wolf am 24. April 1832 leistete, schlug dem Fass den Boden aus.

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Wortbruch der Landsknechte (Flaschlturm)

Nach 50-jähriger Bauzeit wurde 1438 die Stadtmauer von Pfaffenhofen vollendet. Doch als sich am 9. Juni 1504 der Heerhaufen der Landsknechtführer Georg von Wisbeck und Magnus von Habsberg näherte, wollte man sich lieber doch nicht auf die Mauern verlassen. Landshut, Moosburg, Erding, Kraiburg und Braunau waren bereits von den Kriegsleuten erobert worden.

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Gelage nach dem Galgenneubau (Kramerbräu)

Als im Jahr 1768 die Hinrichtung durch den Strang für zwei ertappte Diebe bevorstand, stellten die Verantwortlichen fest, dass am Pfaffenhofener Galgen „eine Execution ohne Befürchtung größter Gefahr nicht vollbracht werden konnte". Folglich musste die desolate Tötungsvorrichtung umgehend neu gebaut werden.

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Großfeuer am Hauptplatz (heute von der Volksbank-Raiffeisenbank bis zur Bäckerei Bergmeister)

Schwere Jahre erlebten die Pfaffenhofener im frühen 19. Jahrhundert. Wiederholt waren im Zuge der napoleonischen Kriege französische und österreichische Soldaten vor Pfaffenhofen aufgezogen, hatten die Stadt belagert und zum Teil geplündert. Im Jahr 1813 traf ein weiteres Unglück die Stadt.

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Berühmtheiten auf der Durchreise (heute Parfümerie Bergner)

Um den Reisenden, der in der Nacht des 5. September 1786 an der Poststation von Pfaffenhofen ankam, ranken sich Legenden. Angeödet von seiner Arbeit als Staatsdiener, frustriert in seinem Liebesleben und tief in einer Sinnkrise gefangen, suchte er Zerstreuung durch eine Reise nach Italien. Wie lange er dabei in Pfaffenhofen verweilte, ist unklar. In seinem Reisetagebuch notiert der Durchreisende schlicht: „Pfaffenhofen 10 Uhr". Keine Verweildauer.

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Zwieback für die Zwillinge (Café Hipp)

Am 11. Juli 1899 wurden dem Konditor Joseph Hipp und seiner Frau Maria die Zwillinge Viktoria und Josef geboren. Zur Freude über den Kindersegen mengten sich jedoch bald Sorgen um die beiden Kleinen. Die Kindersterblichkeit in diesen Tagen war hoch und die Mutter hatte Probleme beim Stillen. Die Säuglinge bekamen zu wenig Nährstoffe. Da kam Joseph Hipp auf die Idee, Zwieback zu Mehl zu mahlen und mit Wasser und Milch zu einem Brei aufzukochen. Ein Rezept, das half.

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Das Bier geht aus (Hotel und Gasthof Müllerbräu)

Der Müllerbräu ist ein Haus mit jahrhundertelanger Tradition. Bereits 1618 wurden hier die Zecher bewirtet, gerne auch über die Sperrstunde hinaus, wie Polizeiakten aus der damaligen Zeit belegen. Dabei war die damals am Hauptplatz gelegene Müller-Brauerei im 17. Jahrhundert nur eine von insgesamt 13 Brauereien in Pfaffenhofen. Eine stolze Anzahl, es fallen im Verhältnis auf eine Brauerei etwa 150 Bürger.

Trotzdem geht im Jahr 1638 das Bier aus und die Stadt liegt auf dem Trockenen.

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Blutige Brotzeit (Stegerbräu)

Ein schauriges Grausen dürfte den Wirtshausgästen über den Rücken gelaufen sein, die am 15. März 1908 Zeugen der blutigen Brotzeit des Georg Steinberger im Stegerbräu gewesen waren. Als er seine Weißwürste vorgesetzt bekommen hatte, benutzte er zum Essen ein Messer mit frischen Blutspuren und erklärte der Bedienung seelenruhig: „Ja mei, woaßt, do hob i grod a Sau obgschlacht!"

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Führerbesuch in Pfaffenhofen (heute hinter dem Verwaltungsgebäude Müllerbräu)

Die Jahre nach dem Ersten Weltkrieg brachten eine politisch und wirtschaftlich instabile Periode mit sich. Zahlreiche Veranstaltungen der politischen Parteien versprachen ab 1919 den Bewohnern in Pfaffenhofen die Hoffnung auf Besserung und eine Überwindung der bestehenden wirtschaftlichen und sozialen Not. Sehr früh fasste auch die Nationalsozialistische Bewegung um Adolf Hitler in Pfaffenhofen Fuß.

Bereits 1921 fanden erste Veranstaltungen der Nazis in Pfaffenhofen statt. Am 23. September 1922 kam auch der spätere Führer und Reichskanzler Adolf Hitler in Begleitung von 25 Mann und seinem Schäferhund nach Pfaffenhofen.

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Der größte Ferkelmarkt Bayerns (Oberer Hauptplatz)

Bis zum März 1969 fand der große Ferkelmarkt auf dem Hauptplatz statt. Der Hauptplatz, seit jeher Herz der Stadt und Zentrum von Handel und Gewerbe, war schon seit dem 12. Jahrhundert Schauplatz der Jahr- und Wochenmärkte. In den späteren Jahrhunderten entwickelten sich die dort abgehaltenen Viehmärkte zu immer wichtiger werdenden Ereignissen der näheren und weiteren Umgebung.

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Geburtsstunde der bayerischen SPD (Hotel Moosburger Hof)

Nach dem Zusammenbruch des Dritten Reichs im Jahr 1945 begann man in der Zeit der amerikanischen Besatzung in Bayern (1945 bis 1949) mit dem Aufbau demokratischer Strukturen. Es wurden neue Verwaltungsstrukturen geschaffen und politische Parteien wieder zugelassen. Im traditionsreichen „Moosburger Hof", den der Pfaffenhofener Sozialdemokrat Sepp Rath mit seinen beiden Schwestern führte, kamen – ohne offizielle Genehmigung der Besatzungsmacht – auf Initiative des damaligen Pfaffenhofener Landrats Ernst Vetter am 11. und 12. November 1945 hochrangige Vertreter der SPD zusammen.

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Die letzte Hinrichtung in Pfaffenhofen (heute Parkplatz an der Straßenkreuzung Moosburger Straße/Am Rain)

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts versetzte ein Mann die Bevölkerung in Aufruhr und Schrecken. An mehreren Orten im Landgericht Pfaffenhofen brannten nachts Schulgebäude und Pfarrhöfe, unter anderem jener in Rohr mit der kostbaren Bibliothek und Sammlung des Pfarrers Anton Nagel. Jahrelang konnte der Übeltäter nicht gefasst werden.

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